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Die "nachhaltige" Zahnbürste

Die "nachhaltige" Zahnbürste

ALLGEMEINE INFORMATIONEN   /   24 Mai 2020 12:30   /   0 KOMMENTARE
Bei unserem Drang, die zur Verfügung stehenden Ressourcen nachhaltig zu nutzen, ist die Zahnbürste wieder in den Focus geraten!

Kunststoffhaltige Griffe und Borsten sind schwer bis gar nicht abbaubar und belasten die Umwelt. Abhilfe könnten natürliche Rohstoffen schaffen. Für den Griff kommen Holz und Bambus in Frage. Facebook-Freunde erinnern sich vielleicht noch an das Miswak-Foto, das eine "Zahnbürste" aus Afrika zeigt. Das Holz kann mit Bienenwach vergütet und poliert werden. Besser ist Bambus. Er wächst schnell und ist wasserabweisender als Holz. Beide Materialen quellen unter Wasserzufuhr auf und begünstigen das Baktiereinwachstum.

Die Borsten könnten (wieder) aus Naturmaterialien (Schweineborsten, Bambuszellulose) bestehen. Tierhaare haben einen Haarkanal, der Bakterien "speichert" und die Enden sind zu scharf für das Zahnfleisch. Biokunststoffe (Zellulose aus Bambus oder Mais) ermöglichen keine unterschiedlichen Härtegrade. Das kann aber mit dem Öl des Rizinusbaumes erfolgen. Ein weitere Möglichkeit kommt aus Japan. Hier werden Borsten aus Quarzschiefer gewonnen und als biologisch abbaubar bezeichnet, was bei einem anorganischen Material natürlich Unsinn ist.

Bei der Entsorgung wird aufgrund der unterschiedlichen Materialen empfohlen, Griff und Borstenfeld zu trennen! Der Stiel kann kompostiert und das Bostenfeld muss verbrannt werden.

Im Vergleich stellt die Biozahnbürste eine deutlich geringere Umweltbelastung als die Kunststoffzahnbürste dar! Bei der Betrachtung ihrer Eignung zur Mundhygiene möchte ich unseren sächsischen Dialekt zu Rate ziehen.
Im sächsischen Sprachgebrauch wird alles sehr weich gesprochen: dr Dunnl, dr Dee, dr Giefer usw.! Es gibt, wie immer im Leben eine Ausnahme. Bei der Garage wird sich der Sachse seiner Unzulänglichkeit in der Artikulation bewusst und versucht, sein regelmäßiges Fehlverhalten durch den Gebrauch des Wortes "Karahsche" zu kompensieren. Hierdurch erreicht er eine gesunde Balance in der Verwendung der Konsonanten und ist mit sich im Reinen.

Das funktioniert bei der "nachhaltigen" Zahnbürste nicht!

Die (menschliche) Mundhygiene ist nicht dazu geeignet, die Umweltsünden der zurückliegenden und zukünftigen Epochen zu entschädigen. Der Miswak (übrigens mit Fluorid) eignet sich vielleicht bei Zähnen in Covid-19 verdächtigen Sicherheitsabständen zur Reinigung der interstellaren Zahnzwischenräume, zur hygienischen Zahnpflege des europäisch genormten Gebisses ist er ungeeignet.

Lasst uns die Umwelt retten, aber nicht mit der Holzzahnbürste!

Quelle:
https://www.iww.de/ppz/praxiswissen-aktuell/patientenberatung-nachhaltige-zahnbuersten-sind-sie-empfehlenswert-f129320

P.S. Nächste Woche betrachten wir das "nachhaltige" Kondom. wink
 
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